Sakrales Handwerk

Frauen Kunst Werke

Frauen Kunst Werke

Frauen Kunst Werke

 

 

Klar erkennbare Motive unterscheiden sakrale Stickereien von weltlichen Stickereien  wie das gestickte »Pfüat di Gott« eines Wandläufers, oder ein Wandbild mit Engeln. Die sakralen Stickereien wurden von Nonnen und vor allem für den liturgischen Gebrauch gestickt. Manches äußerst kostbare und herrlich bestickte Messgewand (»Kasel«) war vielleicht die Arbeit eines halben Lebens… 
Das wahrscheinlich wertvollste Stück der Ausstellung ist das hier präsentierte Kreuzsegment einer »Kasel«, gefertigt aus grüner Seide, in dem zigtausende Silberfäden mit feinsten Stichen eingearbeitet wurden. Ein weiteres sehr altes Stück – datiert auf 1843 – ist ein kleines Altartuch mit den aufgestickten Buchstaben »IHS« (Jesus – Heiland – Seligmacher) und den Arma Christi (die Marter- bzw. die Leidenswerkzeuge Christi, bestehend aus Dornenkrone, Geißel, Hammer, Nägel, Lanze, Leiter, Essigschwamm, Zange, Würfel), welches sicher von einem einfachen Bürger- oder Bauernmädchen für den Hausgebrauch angefertigt wurde. Und wie ist es in seiner Einfachheit beeindruckend! 
Besucher aus Sachsen erfreut ein gestickter Gobelin mit der Darstellung der »Sixtinischen Madonna« nach Raffael, ein kleines Altarbild, wahrscheinlich aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. (Original in Dresden im »Grünen Gewölbe«)


Ecclesiastical Art
Ecclesiastical embroideries - most of them made by nuns - are clearly distingiushed from secular ones, e.g. tapestry showing angels. Many of them took the nuns years and years to finish these marvellous work. Perhaps the most precious piece in this collection, made of green silk with thousands of interwoven silver stitches representing part of the cross on a priest‘s gown. A very old altarpiece is dated 1843 on which you will find the initials IHS (for Christ) and the martyr instruments (thorn-crown, hammers, nails, ladder, lance, sponge, tongs and dice). For sure this great piece was made by a maid just for the use in her own household. And yet, how impressing it is!
Our guests from Saxony will be pleased to find the following gobelin: The Sixtine Madonna, originally painted by Raffael. It‘s just a small altarpiece, most probably dated in the second half of the 19 th century, the original of which is in Dresden.